Meine Webseite ist jetzt über eineinhalb Jahre nicht mehr aktualisiert worden. Aber heute endlich mal wieder etwas Neues. Ich habe im Laufe des letzten Jahres nur selten an der Fauvette gebaut, aber diesen Sommer habe ich wieder Lust bekommen und auch die Zeit und Energie gefunden um weiter voran zu kommen.
Die linke Rumpfhälfte als erste Baugruppe ist nun größtenteils fertig. Ich habe mich etwas schwer damit getan, vernünftige Rumpfgurte zu erstellen, weil ich hier Geld sparen und sie selbst aus einem Kiefernbrettchen aussägen wollte. Im Ergebnis sind sie nicht perfekt geworden, aber der Rumpf ist formstabil geworden und ich habe dort, wo später die Beplankung aufliegen soll, saubere Konturen hinbekommen.
Verhältnismäßig einfach waren die Tragflächenwurzeln, die aus mehreren Lagen Balsaholz aufgebaut werden. Nachdem die Teileschablonen mit schwachem Klebestift aufgebracht waren, wurden zuerst die benötigten Löcher mit der Bohrmaschine gebohrt.

Erst danach wurden die Teile mit der Bandsäge grob ausgeschnitten und schließlich am Tellerschleifer sauber auf Kontur gebracht. Die Befestigung an den Rumpfgurten wurde mit dem Messingrohr, das später für die Flügelsteckung eingesetzt wird wesentlich einfacher. Eine kleine Wasserwaage diente zur zusätzlichen Kontrolle.

Da dieses Teil nachher wirklich sicher halten soll, wurde die Leimung mit Gummibändern und Dübeln angepresst, eine kleine Sperrholzleiste verteilt den Anpressdruck und verhindert, dass das Balsaholz Kerben davonträgt.

Dann ging es an die Beplankung. Hilmar Lange hat hier große Ausschnitte aus Brettchen geplant, so dass man die Beplankung in nur wenigen Schritten realisieren kann. Ehrlich gesagt habe ich mich mit dieser Technik sehr schwergetan: Ich habe es nicht geschafft, die Teile über die volle Länge so präzise auszuschneiden, wie es nötig gewesen wäre und deshalb musste ich an vielen Stellen kleine Füllstücke aus Balsa nachlegen. Da bei diesem Arbeitsschritt direkt die Beplankung für beide Rumpfhälften angefertigt wurde, werde ich auf der anderen Seite genauso verfahren (müssen), aber wenn ich nochmal einen Rumpf selber beplanke, werde ich es mit der althergebrachten Methode mit vielen einzelnen Leisten versuchen. Keine Ahnung, ob mir das leichter oder schwerer fallen wird, die Zeit wird es zeigen.

Da der Rumpf keinen ovalen, sondern einen polygonen Querschnitt hat, hat die Beplankung nur wenige Stoßkanten, die geglättet werden müssen. Hier habe ich zum ersten Mal mit einem kleinen Hobel anstelle von Sandpapier gearbeitet. Der Unterschied ist enorm: Solange man nicht gegen die Maserung arbeitet, hat man ein sehr sauberes Ergebnis, die Staubentwicklung ist minimal und man kommt sehr schnell voran.

Die letzten Unebenheiten und die organische Abrundung wird dann mit einem Schleifklotz und 240er Schleifpapier erreicht.

Und damit ist die erste Rumpfhälfte fertig. Jetzt könnte es eigentlich mit der zweiten Rumpfhälfte weitergehen, aber dann kam es doch noch ein wenig anders… Fortsetzung folgt.

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