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Neuer Baubericht: Ka8b

Heute möchte ich mein neues Modellflug-Projekt vorstellen:
Eine Schleicher K 8b, (oder kurz Ka8b) im Maßstab 1 : 5.

Es handelt sich dabei um einsitziges Segelflugzeug aus den 1950er Jahren, das aufgrund seiner einfachen Robustheit bis heute noch im Einsatz ist und vor Allem als Soloflieger für Anfänger punktet. Klingt doch irgendwie nach mir…

Nach der Aufgabe des Projekts Thermy 4 habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Meine Anforderungen an das Modell haben sich nicht geändert, also habe ich auf dieser Basis nach einem Vorbild gesucht. Allerdings mit einem Zusatz: Es soll ein Semiscale-Modell sein, das im Vorbild nicht aus Verbundwerkstoffen gebaut wird. Am Ende bin ich bei der Schleicher K 8b gelandet.

Sie verfügt zwar über keine Wölbklappen, aber im Bedarfsfall kann ich da mit Querruder-Verwölbung nachhelfen, wie ich es schon beim EasyGlider mache. Im Gegenzug hat das Vorbild Bremsklappen nach Schempp-Hirth und das soll mir für die Landungen reichen.

Die Ka8b wurde werkseitig nicht als eigenstartfähiger Motorsegler konzipiert. Es gab und gibt ein paar Konstruktionen, die für den Eigenstart oder als Rückkehrhilfe dienten und die haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind als starre Mast-Konstruktionen auf Flugzeug aufgebaut und sie sind hässlich wie die Nacht!

Die Eigenstartfähigkeit für das Modell brauche ich auf jeden Fall, wenn ich nicht auf Hochstart per Gummi oder Seilwinde umsatteln will. Aber diese Fragestellung hebe ich mir auf, bis der Rohbau ein Stück weit gediehen ist. Erst dann werde ich eine Design-Entscheidung treffen müssen und bis dahin will ich erstmal Fortschritte erzielen.

Die Ka8b hatte ein starres Fahrwerk, damit entspricht sie genau meiner ursprünglichen Spezifikation. Die Radbremse war beim Vorbild übrigens mit den Störklappen mechanisch gekoppelt. Also könnte man im Modell beide Servos auf denselben Kanal legen. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das möchte, aber das wird sich noch zeigen, falls ich überhaupt eine Bremse einbaue. Und für die Optik habe ich mich für die „Schweizer Haube“ entschieden, die ich einfach hübscher finde.

Bei den Plänen hatte ich großes Glück: Achim Kleinegees hat eine Ka8b als CNC-gefrästen Bausatz entwickelt und er war so freundlich, mir einen Bauteile-Plan mit einer Spannweite von 3 Metern zur Verfügung zu stellen. Vielen, lieben Dank, Achim!

Das erspart mir natürlich viele Kopfschmerzen, weil ich ein erprobtes Modell nachbauen kann. Beim nächsten Mal geht es deswegen auch schon an die Konstruktion, nämlich das Vorbereiten der Bauteile.

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