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Flatcar Prototyp: Fusstritte

Nachdem der Flatcar nun seine Spannschlösser erhalten hat, geht es nun erst einmal mit den Trittstufen weiter, damit die Rangierer der Lead Road Railway nicht mehr so viele Klimmzüge machen müssen.

Fußtritte habe ich bereits für den Tender der Porter angefertigt, insofern ist dies für mich zur Abwechslung vertrautes Terrain. Tatsächlich habe ich einfach die Maße der Trittstufen des Tenders abgenommen und diese dann als Kleinserie kopiert.

Und weil ich beim letzten Mal nicht viele Worte über den Herstellungsprozess verloren habe, möchte ich dieses Mal eine ausführliche Beschreibung liefern.

Als erstes werden passende Streifen aus Messingblech ausgeschnitten. Beim ersten Mal habe ich eine Minikreissäge benutzt, allerdings ist das laut, mühselig und verursacht bei so schmalen Streifen viel Verschnitt.

Deshalb versuche ich es dieses Mal mit einer Blechschere. Der Nachteil ist natürlich, dass man rasiermesserscharfe Grate an den Schnittkanten zurückbehält, also muss man sehr vorsichtig sein.

Aus 0,3mm Messingblech werden Streifen geschnitten.
Aus 0,3mm Messingblech werden Streifen geschnitten.

Deshalb werden als nächstes die Schittkanten mit einer Schlüsselfeile geglättet. Dann werden die Befestigungslöcher angekörnt und Löcher von 0,7 mm Durchmesser vorgebohrt. Anschließend reißt man die Breite der Trittstufe in der Mitte des Streifens an.

Die geschnittenen Streifen sind entgratet und vorgebohrt.
Die geschnittenen Streifen sind entgratet und vorgebohrt.

Die so vorbereiteten Streifen werden jeweils von den Enden mit der Zange gepackt und um 90° gebogen.

Mit der Zange werden die Tritte in Form gebogen.
Mit der Zange werden die Tritte in Form gebogen.

Dann nimmt man eine zweite Zange zur Hand und verdreht die Enden um 90° damit sie parallel zur Seitenwand des Waggons stehen. Hier muss man darauf achten, dass zwischen den Zangen genug Platz gelassen wird, sonst reißt das Blech leicht ein.

Die oberen Laschen werden parallel gedreht.
Die oberen Laschen werden parallel gedreht.

Leider habe ich erst im Anschluss bemerkt, dass ich den falschen Bohrer zum Vorbohren verwendet habe. Glücklicherweise lassen sich auch die zurechtgebogenen Trittstufen noch mit der Bohrmaschine bearbeiten. Insofern ärgerlich, aber nicht kritisch.

Bei Bedarf können die Bohrungen der Tritte auch nachträglich aufgeweitet werden.
Bei Bedarf können die Bohrungen der Tritte auch nachträglich aufgeweitet werden.

Diese Schritte werden für die verbliebenen drei Tritte wiederholt, bis man den vollständigen Satz bereit für die Lackierung hat.

Die Tritte sind bereit für die Farbgebung.
Die Tritte sind bereit für die Farbgebung.

Im Railroad-Line-Forum bin ich auf einen Thread gestoßen, der die Lackierung von Messing behandelt. Gemäß der dortigen Empfehlungen habe ich zuerst das Messing mit Waschbenzin gereinigt und die Fußtritte dann brüniert.

Anstelle einer Grundierung werden die Tritte brüniert.
Anstelle einer Grundierung werden die Tritte brüniert.

Das Ergebnis sieht zunächst einmal sehr gut aus. Aber offenbar habe ich etwas falsch gemacht, weil die Brünierung sich sehr leicht löst und die Farbe darauf kaum haftet. Vielleicht bekomme ich bis zum nächsten Mal heraus, was schiefgelaufen ist.

Die brünierten Tritte.
Die brünierten Tritte.

Nichtsdestotrotz haben die Tritte einen Anstrich mit karminroter Acrylfarbe erhalten und werden direkt hinter den Querbalken montiert.

Fußtritt lackiert und montiert.
Fußtritt lackiert und montiert.

Und plötzlich macht der Waggon schon eine ganze Menge her. Beim nächsten Mal werde ich die Rungenhalter in Angriff nehmen.

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