Der Motor wird eingebaut.

Joyrider: Einbau des Antriebs

Mit der Befestigung der Leitwerke ist der Rohbau nun endlich abgeschlossen und die Ausrüstung des Modells kann beginnen. OK, genau genommen hat die schon ein wenig begonnen, weil ich beim Bau der oberen Tragfläche die Querruder-Servos eingebaut hatte.

Ich werde mich von vorne nach hinten durch den Rumpf arbeiten. Und damit ist das Thema für heute klar: Der Motor muss eingebaut werden.

Für den Einbau benötigt man natürlich einen Spant. Diesen habe ich grob aus 2 mm Flugzeugsperrholz ausgesägt. Beim nächsten Mal würde ich eine Papp-Schablone auf Maß anfertigen und dann das Holz aussägen. Aber es funktioniert trotzdem gut. Der Spant muss natürlich eine Menge Löcher haben, vor allem für die Motorachse und die Befestigungsschrauben. Mit einem Reststückchen Balsa habe ich zuerst eine Testanordnung der Bohrungen erstellt und diese dann auf den Spant übertragen.

Bohrungen für Achse, Befestigung und Kühlung sind angezeichnet.

Bohrungen für Achse, Befestigung und Kühlung sind angezeichnet.

Wie man sehen kann, habe ich gleich auch noch eine Reihe von Bohrungen für die Kühlung platziert. Hier muss man aufpassen, dass die Stege zwischen den Bohrungen dick genug bleiben. Der Einfachheit halber habe ich den Durchmesser der Lufteinlässe am Motor, nämlich 5 mm für alle Kühlungs-Bohrungen verwendet. Die Befestigungsschrauben haben einen Durchmesser von 2,5 mm und für die Achse und ihre Befestigung muss man insgesamt 9 mm wählen.

Gebohrter Motorspant mit testweise befestigtem Motor.

Gebohrter Motorspant mit testweise befestigtem Motor.

Sobald der Spant fertig war, wurde er direkt in die Nase eingeklebt. Dadurch verbaue ich mir im wahrsten Sinne des Wortes die Möglichkeit, Motorsturz und Seitenzug durch einen entsprechend angewinkelten Spant zu berücksichtigen, aber das nehme ich bei diesem Modell bewusst in Kauf.

Erstens habe ich keine Ahnung, welche Werte ich tatsächlich brauchen werde. Zweitens kann man in der Erprobung ohne Probleme die resultierenden Effekte austrimmen Und drittens lässt sich durch Unterlegscheiben auch nachträglich noch eine Korrektur machen. Zwar wird dann der Propeller optisch nicht perfekt mittig sitzen, aber das soll mich an dieser Stelle nicht stören. Falls es das dann doch tut, kann ich mit den gewonnenen Erfahrungen immer noch die Nase umkonstruieren. (Als ob ich mir den Aufwand antun würde…)

Der Motorspant ist eingebaut.

Der Motorspant ist eingebaut.

Nun stellt sich die Frage, wo die übrigen Antriebskomponenten untergebracht werden sollen. Zwei Grundgedanken leiten mich: Erstens will ich die Stromkabel des Antriebs und die Verbindungskabel der Fernsteuerkomponenten strikt voneinander trennen. Und zweitens möchte ich die Fernsteuerkabel möglichst kurz halten.

Von vorne nach hinten durch den Rumpf gearbeitet, muss natürlich als nächstes der Fahrtregler platziert werden. Nach einigem hin und her kommt der Fahrtregler ganz oben in die Nase, mit genügend Platz für die Anschlusskabel. Zur Orientierung: Die folgenden Fotos zeigen die Motorhaube „von unten“.

Der Fahrtregler wird im Motorraum platziert.

Der Fahrtregler wird im Motorraum platziert.

Wie man sieht, habe ich den Motor direkt angeschlossen und nach einer guten Führung für die Antriebskabel gesucht. Sobald die gefunden ist, werden die Kabel mit Klebeband fixiert. Ich hatte erst an eine Tasche aus Balsaholz gedacht, aber die würde zu dick. Das wichtigste hier ist, die Kabel vor dem Gehäuse des Außenläufers zu schützen und das erledigt gutes Klebeband auf jeden Fall.

Die Kabel werden mit Klebeband fixiert.

Die Kabel werden mit Klebeband fixiert.

Und zuletzt wird der Motor am Spant befestigt.

Der Motor wird eingebaut.

Der Motor wird eingebaut.

Damit bleibt der Antriebsakku. Der ist das schwerste Bauteil, weil der Joyrider das Easy Glider – Antriebs-Set bekommt. Der Grund dafür ist, dass ich einerseits Leistungsreserve für Kunstflug haben möchte und andererseits dieselben Ersatzteile für beide Modelle benötige. Der schwere Akku wird deshalb entscheidenden Einfluss auf den Schwerpunkt haben. Er hat seinen Platz also bei den Flügelwurzeln, aber seine endgültige Position wird erst ganz am Ende feststehen, wenn die Ausrüstung abgeschlossen ist.

Deshalb habe ich einen Akkuschacht aus Balsazholz gebastelt, in dem der Akku durch Klemmung sicher sitzt. Ich bin noch nicht sicher, wie ich das Fach im Modell befestigen will. Wahrscheinlich werde ich den Rumpfbauch noch mit Balsaholz auskleiden und darauf dann Klettband befestigen, damit ich den Schwerpunkt möglichst einfach ändern kann.

Das Akkufach mit dem Antriebsakku wird provisorisch platziert.

Das Akkufach mit dem Antriebsakku wird provisorisch platziert.

Wie man sehen kann, geht das Fahrwerk durch das zusätzliche Gewicht ganz schön in die Knie. Ich hatte ja schon bei der Konstruktion des Fahrwerks geahnt, dass die Feder den Anforderungen nicht gewachsen sein wird – aber man muss irgendwo anfangen und dieser „Fehler“ lässt sich am Ende der Ausrüstung ganz leicht korrigieren.

Ich konnte natürlich nicht widerstehen. Der Antrieb muss ordentlich getestet werden. Vielen Dank an meine Frau für die Kameraführung und an die „Jury“ für die Bewertung des Testlaufs!

Nun habe ich also ein Spielzeugflugzeug, dass aus eigener Kraft auf dem Boden rollen kann. Als nächstes muss es steuerbar werden, bevor es bespannt wird. Deshalb geht es beim nächsten Mal mit dem Einbau der Servos weiter.

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