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Flatcar Prototyp: Beschriftung

Nachdem die Rungentaschen fertig sind, möchte ich gerne die Beschriftung in Angriff nehmen. Ermutigt durch das Beschriften der Frachtkisten, habe ich Stempel für die Eisenbahngesellschaft, Waggon-Nummer und technische Angaben hergestellt. Für den 3D-Druck habe ich tatsächlich flexibles Filament gefunden, nämlich TPU.

Dieses Mal hatte ich mehr Glück mit der Erstellung der Druckdateien. Den Anfang macht das Buchstabenkürzel der Lead Road Railway Eisenbahngesellschaft. Diese sind mit einer Gesamthöhe von ca. 11 mm hergestellt, um auf den Waggons prominent zur Geltung zu kommen. Die 3D-Datei lässt sich auf Anhieb exportieren und der Druck läuft problemlos durch.

Beschriftungs-Stempel "L.R.RY." aus flexiblem TPU.
Beschriftungs-Stempel „L.R.RY.“ aus flexiblem TPU.

Dann habe ich Ziffern von Null bis Neun, die für die Waggon-Nummerierung verwendet werden sollen, in derselben Größe gedruckt. Und weil ich nicht für jeden Waggon einen eigenen Stempel drucken möchte, habe ich die Ziffern als Block gedruckt und danach in einzelne Ziffern zerschnitten. Das geht ganz einfach mit der Schere.

Beschriftungs-Zahlen aus flexiblem TPU.
Beschriftungs-Zahlen aus flexiblem TPU.

Wie schon bei den Kisten ist die Aufbringung ein einzelner Arbeitsgang: Der Stempel wird mit Acrylfarbe bepinselt und dieser dann vorsichtig, aber fest aufgedrückt. Hier löst das TPU wirklich sein Versprechen ein, der flexible Stempel erlaubt wesentlich schärfere Schriftkanten. Man darf allerdins nur sehr wenig Farbe nehmen, sonst quillt sie über. Glücklicherweise lässt sich ein verhunzter Aufdruck feucht abwischen und dann kann man es direkt wieder versuchen. Wer es perfekt haben will, schleift die abgewaschene Stelle einmal leicht an und trägt eine neue Farbschicht der Waggon-Farbe auf, aber ich finde, dass auch in der Realität mal eine Beschriftung daneben gehen kann, ohne dass gleich der Waggon neu lackiert wird.

Der recht schwache Stempel-Aufdruck wird deshalb mit dem Pinsel noch ein wenig geglättet und ausgefüllt. Weniger ist hier mehr, weil die Beschriftung dadurch gleich schon etwas verwittert aussieht.

Feinarbeit mit dem Pinsel nach dem Aufbringen des Stempels.
Feinarbeit mit dem Pinsel nach dem Aufbringen des Stempels.

Und dann sind noch Angaben zum Gewicht und der erlaubten Beladungs-Kapazität nötig. Dank der Hilfe der wirklich freundlichen Mitglieder des Railroad-Line Forums habe ich schnell plausible Angaben finden können. Man lernt halt bei jedem einzelnen Schritt etwas dazu. Diese werden zweireihig in geringerer Schriftgröße von nur 5 mm gedruckt.

Leider ist bei dieser kleinen Schriftgröße der Drucker nicht mehr mit der Druck-Datei einverstanden. Ich habe zwei Versuche produziert, bei denen mehrere Ziffern und Buchstaben nicht vollständig gedruckt wurden und außerdem zwei eingefrorene Programmläufe eingefahren. Zumindest kam beim letzten Versuch ein einigermaßen brauchbarer Stempel heraus. Ich werde wahrscheinlich in ein paar Wochen noch einmal versuchen, ein besseres Ergebnis zu produzieren. Abschleifen, überpinseln und neu beschriften ist ja wie gesagt kein Problem.

Beladung und Leergewicht; leider ist der Druck nicht perfekt gelungen.
Beladung und Leergewicht; leider ist der Druck nicht perfekt gelungen.

Mit dem Aufbringen der Waggonnummer hatte ich etwas Kummer, weil sich die einzelnen Ziffern nicht so präzise anordnen lassen – je länger der Stempel ist, desto leichter gelingt die Ausrichtung. Und bei den kleinen Buchstaben und Zahlen möchte ich das gar nicht erst versuchen. Allerdings werde ich diesen Stempel für jeden weiteren Flatcar wiederverwenden können, deshalb habe ich auch kein Problem damit. Und nun sieht der Waggon wirklich so aus, als ob er schon in Dienst gestellt werden könnte:

Flatcar No. 160 beschriftet für die Indienststellung.
Flatcar No. 160 beschriftet für die Indienststellung.

Allerdings fehlt natürlich noch ein wichtiges und sehr sichtbares Stück Betriebssicherheit: Die Handbremse. Und damit geht’s nächstes Mal dann auch weiter.

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