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Porter und Tender: Wartungsarbeiten an den Kupplungen

Meine treue Porter hat diesen Winter einiges an Arbeit leisten müssen und wurde dafür an verschiedenste Orte transportiert: In den Garten, zu den Schwiegereltern und sogar zur Arbeit. Diese Transporte beinhalten natürlich auch immer das Einpacken und Auspacken aus Transportkartons. Dabei haben insbesondere die Kupplungen zwischen Lok und Tender und der Rangiertritt gelitten. Heute geht es deshalb um allfällige Wartungsarbeiten und dabei enstandene Verbesserungen.

Zwischen Lokomotive und Tender hatte ich eine Trichterkupplung eingebaut, die mit zwei Steckbolzen gesichert wurde. Die sind immer wieder herausgefallen und letztlich habe ich beide verloren. Da die Verbindung zwischen Lok und Tender im Normalfall nicht getrennt werden soll, habe ich deshalb an der Kupplung der Lok eine M2-Gewindestange aus Messing eingesetzt. Das Gewinde im Mittelteil habe ich abgefeilt, um das Verbindungseisen zu schonen, denn es besteht nur aus Weißguß. Die Schrauben wurden mit Sekundenkleber gesichert, auf ein Verlöten habe ich verzichtet – damit lässt sich die Verbindung im Zweifelsfall nochmal lösen.

An der Lokseite wird die Kupplung mit einem verschraubten Bolzen gesichert.
An der Lokseite wird die Kupplung mit einem verschraubten Bolzen gesichert.

Die Tenderseite hat zur Zeit einen kleinen Bolzen aus Stahldraht, der unten gekröpft wurde um ein Herausrutschen zu verhindern. Dadurch lässt sich der Tender bei Wartungsarbeiten von der Lok trennen, was die Handhabung erleichtert, aber im Normalbetrieb besteht eine solide Verbindung.

Befestigung des Rangiertritts mit Gewindestangen.
Befestigung des Rangiertritts mit Gewindestangen.

Danach kam der Rangiertritt an die Reihe. Dieser war ursprünglich mit Nägeln befestigt, die sich aber immer wieder gelöst haben. Der Grund dafür ist, dass die Klauenkupplung über einen Rangierhebel bedient wird, wodurch vorbildgerechtes Entkuppeln möglich ist.

Um hier für mehr Halt zu sorgen, habe ich wiederum Gewindestangen aus Messing verwendet, dieses Mal aber mit dem Durchmesser von einem Millimeter, weil die Löcher in den Rangiertritt-Eisen ebenfalls einen Millimeter vorgebohrt waren. Außerdem konnte ich dadurch auch hier wieder meine selbstgefertigten Vierkantmuttern verwenden.

Gewindestift wird in das Holz geschraubt.
Gewindestift wird in das Holz geschraubt.

Die Gewindestangen werden ganz formlos direkt in das Holz eingedreht, was durch die von den Nägeln übrig gebliebenen Löcher ohne Probleme geht. Bei so kleinen Durchmessern werde ich das in Zukunft immer so handhaben: Mit einem Nagel „vorbohren“ und dann die Gewindestange einschrauben. Das scheint mir die insgesamt festere Verbindung zu geben, als wenn man vorbohrt. Das Holz spaltet sich nicht auf und die durchgehenden Fasern klemmen wesentlich stärker.

Die Vierkantmuttern werden ebenfalls mit Sekundenkleber gesichert, um sie später nochmal lösen zu können. Vermutlich werde ich hier aber auf Dauer aufs Verlöten zurückgreifen, da ich sie dann wirklich wie Schrauben mit dem Stift aus dem Holz herausdrehen kann. Für den Moment sitzt aber alles bombenfest und zum Schluss kam noch ein wenig Farbe drauf.

Für mich sind solche Episoden übrigens genauso schön und befriedigend wie eine kurze Rangierfahrt. Es gehört einfach zum Betriebsleben einer Eisenbahn dazu, dass gewerkelt und gewartet wird. Vielleicht werde ich mir sogar ein Baubrett herstellen, dass Ansätze eines Werkstatt-Dioramas zeigt..?

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