Joyrider: Servoeinbau

Die Servos sind befestigt.

Der Einbau des Motors hat mir mächtig Auftrieb gegeben. Deshalb habe ich mich mit Feuereifer auf den Einbau der Servos gestürzt.

Leider wurde mir relativ schnell klar, dass ich mir durch meinen „planlosen“ Bau das Leben etwas schwerer gemacht habe. Um die Servos verlässlich befestigen zu können, muss zunächst der Rumpf hinter dem Cockpit verstärkt und zusätzlich verstrebt werden. Ich hatte das zumindest teilweise vorausgesehen und deshalb die Unterseite des Rumpfes nur mit wenigen Leisten aufgebaut. Aber nun wurde klar, dass man besser dran ist, wenn man die Befestigungspunkte für eine Servoplatte von vornherein einplant.

Werkstatt: Abschluss des Schiebeschlittens und Zubehör

Längenanschlag für den Schiebeschlitten.

Der Schiebeschlitten ist zusammengebaut, aber noch nicht präzise ausgerichtet. Hier kommt es auf Geduld und saubere Ausführung an, wie ich aus eigener, leidvoller Erfahrung sagen kann. Ich habe insgesamt sechs Versuche gebraucht, bis ich wirklich mit dem Ergebnis zufrieden war. Aber jetzt bin ich es!

Über Michael Truppes Video-Kanal „Let’s Bastel“ bin ich auf den sogeannten Fünf-Schnitte-Test aufmerksam geworden. Erfunden hat ihn offenbar William Ng, der ihn in einem Youtube-Video vorstellt und ausführlich erklärt. Truppe hat das ganze auf deutsch kurz und knapp aufgegriffen.

Joyrider: Einbau des Antriebs

Der Motor wird eingebaut.

Mit der Befestigung der Leitwerke ist der Rohbau nun endlich abgeschlossen und die Ausrüstung des Modells kann beginnen. OK, genau genommen hat die schon ein wenig begonnen, weil ich beim Bau der oberen Tragfläche die Querruder-Servos eingebaut hatte.

Ich werde mich von vorne nach hinten durch den Rumpf arbeiten. Und damit ist das Thema für heute klar: Der Motor muss eingebaut werden.

Werkstatt: Anschläge für den Schiebeschlitten

Schlittenboden wird aufgetrennt.

Der einfache Teil war die Konstruktion des Schlittenbodens. Nun geht es aber ans Eingemachte, nämlich die Konstruktion der Anschläge und deren Befestigung.

Der vordere Anschlag muss möglichst plan sein, weshalb er nicht einfach nur aus einem Stück Brett ausgeschnitten werden kann. Fast jedes Brett hat eine Wölbung, die für einen präzisen Anschlag inakzeptabel ist. Deshalb muss der vordere Anschlag aus einer Winkelkonstruktion bestehen, die sich selbst richtet.

Werkstatt: Schiebeschlitten für Mini-Tischkreissäge

Die Verleimung der Läufer härtet aus.

Wie schon im Baubericht erwähnt, hatte ich bei der Konstruktion des Seitenleitwerks für meinen Doppeldecker einen Fehler gemacht, nämlich vergessen, die Endleiste des Leitwerks anzufasen. Der Versuch, diesen Fehler mit Hilfe des Queranschlags zu korrigieren, mislang gründlich. Um diese Erfahrung nicht wiederholen zu müssen, baue ich mir nun einen Schiebeschlitten für die Tischkreissäge.

Allerdings kann ein Schiebeschlitten noch wesentlich mehr. Einmal hilft er dabei, Leisten wiederholgenau ablängen zu können, wodurch man sich eine Kappsäge sparen kann. Und dann kann man ihn benutzen, um Brettchen mit krummen Kanten wieder abzurichten, so dass man sie wieder am Längsanschlag führen kann. Deshalb gibt es heute den ersten Teil eines Mini-Projekts, das meine Bastelarbeiten unterstützen soll.

Joyrider: Leitwerk-Zusammenbau

Der Rohbau ist abgeschlossen.

Die Fertigstellung des Seitenleitwerks lässt nur noch den Zusammenbau des Leitwerks übrig. Dabei sind drei wichtige Ziele zu erfüllen: Das Höhenleitwerk muss parallel zur Längsachse ausgerichtet werden, ebenso das Seitenleitwerk und das Seitenleitwerk muss senkrecht zum Höhenleitwerk stehen.

Den wichtigsten Beitrag zur rechtwinkligen Anordnung liefern die sauberen Schnittkanten, die ich mit der Tischkreissäge problemlos erzielen kann. Zur zusätzlichen Stabilisierung dieser Ausrichtung, habe ich zuerst zwei Führungen aus Balsaholz angefertigt und stromlinienförmig angeschliffen.

Die Führung für das Seitenleitwerk entsteht.
Die Führung für das Seitenleitwerk entsteht.

Joyrider: Seitenleitwerk

Vor dem Verschleifen des Randbogens.

Der Rohbau kommt zum Abschluss: Nachdem das Höhenleitwerk weit vorangeschritten ist, kommt das Seitenleitwerk dran.

Höhenflosse und -ruder mit Verstärkungen.

Schon beim Bau des Höhenleitwerks wurde mir klar, dass ich einen Designfehler gemacht habe: Die dünnen Nasen- und Endleisten sind stumpf auf die Randbögen geklebt, dadurch fehlt Klebefläche und letztlich Stabilität. Das bessere ich aus, indem ich die Ecken mit kleinen Winkelstücken verstärke. Und mit den daraus gewonnen Wissen geht es direkt weiter an das Seitenleitwerk.

Joyrider: Höhenleitwerk

Der Abschluss des Fahrwerks lässt nur noch ein Segment über, das für den Rohbau verbleibt: Das Leitwerk. Vor diesem Abschnitt hatte ich mich eine Weile gedrückt, denn das Leitwerk legt letztendlich fest, wie gut oder schlecht sich ein Flugzeug steuern lässt:

Ist es zu klein, dann ist die Maschine nicht kontrollierbar. Ist es zu groß, spricht der Vogal an wie ein Felsbrocken. Dieser Effekt wird außerdem durch die Rumpflänge beeinflusst, wie ich beim Bau des Rumpfes schon erwähnt hatte. Deshalb bin ich wirklich froh, dass ich auf der Webseite von Christian Forrer eine Kalkulationstabelle für die Berechnung von Flugmodellen gefunden hatte, bevor ich ernsthaft an die Konstruktion meines Doppeldeckers ging. Basierend auf den bisher konstruierten Bauteilen, konnte ich die Mindestmaße für mein Leitwerk berechnen und loslegen.

Winter-Fahrtag 2020

01 Porter mit 101 Rungenwagen unter Dampf.

Letzten Samstag haben ein alter Freund und ich einen kleinen Fahrtag bei ihm veranstaltet. Das Wetter war traumhaft, wir hatten für den Februar hohe Temperaturen um 14 Grad und jede Menge Sonnenschein.

Für uns war es ein voller Erfolg: Mehrzug-Betrieb mit Sicherung, Rangier-Aufgaben, Testfahrten, viel Austausch über verschiedenste Themen. Aber vor Allem: Spaß in vollen Zügen!

Rangier-Würfel für Fahrtage

Dreiecke verleimt, Körper bemalt.

Der geplante Fahrtag bei einem guten Freund rückt näher. Für uns ist das in vielerlei Hinsicht eine Premiere: Wir haben seit langem keinen gemeinsamen Betrieb gestaltet; wir haben schon lange keinen Rangier-Betrieb mehr gemacht; und wir werden versuchen, Kinder in den Fahrbetrieb zu integrieren.

Die Frage ist also: Wie schaffen wir es, möglichst abwechslungsreichen Betrieb mit möglichst wenigen Regeln und Vorbereitungs-Arbeit zu erreichen? Auftritt des *Trommelwirbel* Rangier-Würfels.