Die Fertigstellung der Bespannung war für mich ein weiterer Meilenstein und ich war sehr zuversichtlich, dass mit dem Erstflug alles klappen würde.
Dann kam die erste Montage mit allen Bauteilen und sofort taten sich neue Schwierigkeiten auf. Und zwar beim Fahrwerk und der Schwerpunktlage.
Kategorie: …auf deutsch
Porter: Neuer Rauchfang mit Funkenfänger
Da meine Porter als Arbeitstier im Umfeld einer Waldbahn ihren Dienst tut, wird sie mit Holz befeuert, was man dem Tender deutlich ansieht. Der originale Rauchfang verfügt über einen Diamond-Funkenfänger, der allerdings in meinen Augen nur so gerade als Funkenfänger für eine holzgefeuerte Lokomotive durchgeht und eigentlich zu einer kohlebefeuerten Lokomotive gehört.
Neues Projekt: Luftaufnahmen
OK, zugegeben: Ich meine damit mehr, als nur Aufnahmen aus der Luft, sondern auch Aufnahmen vom Boden aus. Aber der Reihe nach.
Wie ich schon beschrieben habe, bin ich seit August 2018 wieder aktiver Modellflieger und 2019 habe ich mit dem Selbstbau eines Doppeldeckers begonnen. Ich habe auch die letzten Monate immer wieder darüber berichten können und hoffe, dass der eine oder andere Freude an diesen Berichten hatte und womöglich sogar etwas Interessantes daraus lernen konnte.
Allerdings geht jetzt die Flugsaison ernsthaft wieder los. Ich will natürlich fliegen und spätestens, wenn der Doppeldecker fertig ist, werde ich (hoffentlich!) nur noch wenig Zeit in der Werkstatt verbringen. Worüber soll ich also hier schreiben?
Rangierspiel auf kleinstem Raum
Es war mal wieder Gerds Schuld! 😉 Er hatte vor kurzem ein wundervolles Video gepostet, von einem Fahrtag im Zeitraffer:
Was mich besonders beschäftigte, waren die Rangierarbeiten mit Kette bei 0:38 und 5:18. Als mich dann ein regnerischer Nachmittag in die Werkstatt zwang, konnte ich nicht widerstehen. In wenigen Minuten war aus fliegendem Gleis eine Mini-Anlage zusammengebastelt.
Es folgten drei Stunden purer Rangier-Spaß. Und wieder einmal zeigt sich, dass Fantasie und etwas Improvisation eine ganze Anlage ersetzen können.
Joyrider: Bespannung
Mit dem Abschluss der Feinarbeiten kann ich mich nun endlich der Bespannung zuwenden. Manche Modellbauer scheinen das Bespannen als lästige Arbeit und notwendiges Übel anzusehen, aber ich habe tatsächlich Freude daran. Für mich ist es eine Metamorphose; der Rohbau des Flugzeugs, so schön er anzusehen ist, gleicht einer Raupe, aus der erst noch ein Schmetterling werden muss.
Nichtsdestotrotz ist es ein Haufen Arbeit, vor Allem wenn man ein möglichst faltenfreies Ergebnis erzielen möchte. Ich habe deshalb nur relativ wenige Bilder gemacht, möchte aber trotzdem ein Beispiel und ein paar Knackpunkte ansprechen.
Joyrider: Letzte Feinheiten
Mit der Fertigstellung der Anlenkungen ist es nun so weit, dass ich die Ausstattung abschließen und mich um ein paar Feinheiten kümmern kann. Die Arbeiten verteilen sich dabei auf zwei Bereiche: Den Rumpf und die Tragflächen.
Am Rumpf sind diverse Wartungsklappen zu realisieren, die leichten Zugang zum Antriebsstrang, den Leitwerkservos und der Leitwerkbefestigung gewähren müssen. Außerdem muss der Bauch noch verstärkt werden. Und nicht zuletzt möchte ich die Nase noch etwas aufhübschen.
An den Tragflächen fehlt noch eine Verstrebung, um vor allem die unteren Tragflächen besser zu versteifen. Außerdem wird das sicherlich der Optik sehr zugute kommen.
Werkstatt: Neues Lagerregal
Aus bekannten Gründen bin ich nun seit ein paar Wochen im Homeoffice. Und weil das Vermischen von Privat- und Berufsleben ausgesprochen ungesund ist, musste in der Werkstatt dringend Platz für Bürofläche geschaffen werden. Das gab den Ausschlag, endlich für neue Lagerfläche zu sorgen.
Als wichtigste Anforderung soll das Regal einen vollen Meter Breite für Modell-Baumaterialien bereitstellen. Außerdem sollen im untersten Stockwerk zwei Rollcontainer ihren Platz finden, die bei Bastelarbeiten sehr nützlich sind aber in der Zwischenzeit oft im Weg stehen.
Drehgestelle: Prototyp
Wie ich bereits beschrieben habe, möchte ich mir eine stimmige Garnitur für meine Porter-Dampflok bauen. Dazu gehören natürlich Waggons. Und die fahren auf Drehgestellen. Es ist aber gar nicht so leicht, für Fn3 passende Drehgestelle zu finden, die dann auch noch preislich einigermaßen im Rahmen liegen. Deshalb habe ich im Winter 2020 damit begonnen, mich mit dem Bau eines Drehgestell-Prototypen zu beschäftigen.
Besonderer Dank an dieser Stelle an Gerd, den „Waldbahner“, der auf seiner Webseite eine schöne Berichtserie über seine 5“-Drehgestelle veröffentlicht hat. Dort habe ich mich schamlos inspirieren lassen. Darüber hinaus hat Gerd mir freundlicherweise die Verwendung von Bildern seiner eigenen Projekte erlaubt.
Werkstatt: Bohrtisch für den Bohrständer
Im Modellbau braucht man ständig Bohrungen, die senkrecht zur Ebene des Werkstücks stehen. Einen senkrechten Winkel auf Sicht bohren klingt erstmal einfach, aber man muss zwei senkrechte Winkel gleichzeitig im Auge behalten und das ist mit nur zwei Augen dann doch etwas schwierig.
Abhilfe schafft eine Säulenbohrmaschine, oder für weniger betuchte Individuen, ein Bohrständer, in dem man die Bohrmaschine führen kann. Leider haben die meisten Bohrständer keinen vernünftigen Tisch, so dass größere Werkstücker sehr schnell kippeln und sich auch nicht fixieren lassen. Und dann möchte man vielleicht auch eine Bohrlehre oder einen Anschlag verwenden, um Bohrungen leichter wiederholen zu können?
Joyrider: Anlenkungen
Sobald die Servos für das Leitwerk eingebaut waren, habe ich mich mit der Anlenkung beschäftigt. Dabei gleich vorweg: Hier habe ich ein paar Denkfehler gemacht, die ich dann korrigieren musste. Ich habe sowohl die Fehler als auch die Lösungen dokumentiert, damit andere hoffentlich daraus lernen können.
Da ich mir nicht sicher bin, mit was für Kräften ich zu rechnen habe, baue ich hier im Zweifel zu massiv. Jedenfalls habe ich mir die Anlenkung des Easy Gliders zum Vorbild genommen und eine Kombination aus 1 mm Stahldraht, 2:1 mm und 3:2 mm Bowdenrohr gewählt.

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