Flatcar Prototyp: Spannschlösser

Die Mitte der Flanken wird vorgebohrt.

Mit der Montage der Queenposts ist der Unterbau des Waggons nun endlich so weit, dass die Spannschlösser in Angriff genommen werden können. Mit diesen wird beim Vorbild die Spannung des Sprengwerks nachjustiert, um ein Durchsacken des Wagenbodens zu vermeiden. Auch hier habe ich mich für den Selbstbau entschieden, da die käuflich erwerbbaren Gussteile derzeit kaum zu bekommen sind und sie darüber hinaus das schwächste Glied in meiner bisherigen Konstruktion dargestellt hätten. Allerdings, das muss klar gesagt werden, ist die Herstellung sehr zeitaufwändig.

No.1 Porter: Schneepflug

Auf der geräumten Strecke mit dem Flatcar unterwegs.

Letzte Woche gab es seit vielen Jahren endlich wieder Schnee. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, schnell die Fahrzeuge rausgeholt und los ging’s!

17. Januar 2021: Zum ersten Mal seit den 1990er Jahren Betrieb im Schnee.
17. Januar 2021: Zum ersten Mal seit den 1990er Jahren Betrieb im Schnee.

Das Vergnügen war allerdings getrübt, weil der noch fallende Schnee an den Rädern vereiste und zu vielen Entgleisungen führte. Aber der Schnee blieb liegen und nachdem es am nächsten Morgen bis 11 Uhr geschneit hatte, war die Strecke unter einer weißen Decke verschwunden. Diese Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Und so hieß es: Ab in die Werkstatt.

Im folgenden möchte ich zeigen, wie man in weniger als einer Stunde einen funktionierenden Schneepflug improvisieren kann.

Flatcars Prototyp: Detaillierung des Unterbaus

Die Queenposts halten den Kräften stand.

Nachdem ich mich eine ganze Weile mit den Drehgestellen und Kupplungen beschäftigt habe, ist es nun Zeit die Detaillierung des Flatcars zu beginnen. Die ist auf den ersten Blick nicht so auffällig, aber sorgt unterm Strich für den stimmigen Gesamteindruck. Und als ersten, weil sichtbarsten Schritt nehme ich mir das Sprengwerk vor, genauer gesagt die Queenposts.

Laderampe: Plattform und Ladegut

Die Planken für die Plattform werden aufgenagelt.

Da der Fahrtag näher rückt, ist es mir wichtiger ein funktionierendes Zwischenergebnis zu haben, als alle Arbeitsschritte perfekt abzuschließen. Deshalb wird die Rampe jetzt vor Allem in Betriebsbereitschaft versetzt. Zunächst einmal müssen die einzeln angefertigten Bents miteinander verbunden werden. Und dann braucht es eine Beplankung.

Flatcar Prototyp: Kupplungen am Drehgestell

Die Draw Timbers werden am Drehgestell befestigt.

Basierend auf meinen Erfahrungen beim letzten Fahrtag, habe ich bereits begonnen, die Kupplungen an den Drehgestellen anzubringen. Das hat bis jetzt auch sehr gut funktioniert, aber mir gefällt die Optik nicht: Zu klobig, zu dominant. Deshalb versuche ich es bei der zweiten Kupplung mit einem filigraneren Ansatz.

Neuer Baubericht: Laderampe

Mit Hilfe von Nägeln wird verhindert, dass Pfosten oder Balken beim bohren verrutschen.

Zur Vorbereitung des nächsten Fahrtags habe ich mir das Ziel gesteckt, für Betriebsmöglichkeiten zu sorgen. Deshalb soll dieses Mal kein neuer Waggon gefertigt werden, sondern eine Laderampe und ein wenig Frachtgut.

Für das Design der Rampe habe ich mich von Scott Perrys Blog inspirieren lassen, der eine sehr schöne und ausführliche Berichtserie veröffentlicht hat. Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht, kann sie im Prinzip dort finden.

Flatcars Prototyp: Lehren aus dem Fahrtag

Die Body Bolster werden aufgebohrt für M5 Gewindeschrauben.

Unser Sommer-Fahrtag hat eine Menge Spaß gemacht, aber vor allem war er sehr lehrreich. Für den Flatcar-Prototypen habe ich drei sehr wichtige Erfahrungen gesammelt:

  1. Kupplungen am Rahmen brauchen sehr große Radien
  2. Die Drehgestelle brauchen Spiel für die Betriebssicherheit
  3. Kupplungen am Drehgstell erhöhen die Betriebssicherheit

No.1 Porter: Kettenwinde

Vollständig montiert und befestigt.

Neben anderen Erkenntnissen hat sich beim Sommer-Fahrtag 2020 herausgestellt, dass die Rangierkette der Porter eine vernünftige Unterbringung benötigt.

Einerseits fällt die Kette schnell herunter, wenn sie nicht sicher aufgewickelt ist, andererseits ist es eine große Fummelei, die Kette auf einer gewünschten Länge sicher zu fixieren. Deshalb kam mir mehr oder weniger spontan die Idee, eine Winde für die Kette zu basteln.

Die ersten Schritte waren sehr spontan und ich war überzeugt, dass diese kleine Bastelei schiefgeht. Deshalb habe ich davon leider keine Photos geschossen. Aber als mir klarwurde, dass dieses kleine Provisorium tatsächlich funktionieren könnte, habe ich dann doch noch ein paar Bilder gemacht.

Flatcars Prototyp: Boden und Sprengwerk

Das Sprengwerk ist vollständig.

Nachdem der Rahmen und die Bodenplanken vorbereitet sind, kann es nun mit dem Unterbau weitergehen. Hier sind die Body (oder Truck) Bolsters, die Needle Beams und das Sprengwerk zu nennen. Leider besitze ich keinen vollständigen Satz Pläne, deshalb musste ich beim Sprengwerk und den Bolster Cross Trusses ein wenig raten. Aber letztlich ist die Sache ja kein Hexenwerk.

Flatcars Prototyp: Material und Rahmen

Der Rahmen ist das erste Mal vollständig zusammengesteckt.

Aus meinen Erfahrungen mit den ersten Flatcar-Experimenten habe ich mir vorgenommen, einen Prototypen für 26′ Flatcars zu konstruieren. Das Modell soll aus Rotzeder entstehen, mit gekauften Drehgestellen von Piko.